Ach, was habe ich mich damals gefreut: Als bekannt wurde, dass neue Filme der Krieg der Sterne-Reihe produziert werden sollten, bin ich quasi durchgedreht. Und dann kam The Phantom Menace in die Kinos und ich wollte daraufhin George Lucas stundenlang ohrfeigen, vierteilen, teeren, federn, enteignen und dem mächtigen Sarlacc zum Fraß vorwerfen. Das Prequel war einfach grandiose Scheiße – und die folgenden zwei Streifen gerieten auch nicht viel besser.

Die Enttäuschung war auch deshalb so groß, weil ich kurz zuvor die Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn gelesen hatte. In den drei Bänden wird space-opera-episch erzählt wie es Luke, Han, Leia und Co. fünf Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ geht. Es gibt klasse Bösewichte, schicke Plot-Twists, Wiedersehen mit bekannten Figuren und jede Menge neue Charaktere. Das Imperium macht auf Guerilla-Krieg und die Rebellion leidet unter politischen Machtspielen.

Und das hätte ich gerne als Film gesehen – stattdessen kam Jar Jar Binks.

Allen Menschen mit „Phantom“-Schmerzen seien deshalb die drei Bücher „Erben des Imperiums“, „Die dunkle Seite der Macht“ und „Das letzte Kommando“ von Timothy Zahn als Weihnachtsgeschenk empfohlen. Noch schöner ist das ganze Paket als Audiobook im englischen Original – da sind nämlich noch Wookiegebrüll und Tie-Fighter-Geheule inklusive.

Ein zweiter Geschenktipp für alle Leidensgenossen ist der Film Fanboys. In dem Film wollen vier Star Wars-Nerds in die Ranch von George Lucas einbrechen, um The Phantom Menace vor dem offiziellen Kinostart zu sehen, denn einer der Freunde ist sterbenskrank und wird es bis zum eigentlichen Premierendatum nicht mehr schaffen.

Unglaubliche Gastauftritte und die größte anzunehmende Schlusspointe sind die Folge. Dieser Film gehört einfach unter jedem Tannenbaum mit Repulsorliftantrieb. Möge die Macht mit euch sein. Immer. Auch an Weihnachten.

Und nächstes Jahr sprechen wir dann in dieser Selbsthilfegruppe über Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels.

(Denis Krick)

Unter dem aus Douglas Adams The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy entlehntem Pseudonym Beeblebrox (wahlweise auch @Beeeblebrox) erobere ich seit noch gar nicht all so langer Zeit das Internet. Das finale Ziel ist zweifelsohne die Weltherrschaft – aber irgendwie hat das bisher noch nicht so wirklich geklappt. Deswegen nennen mich viele Menschen immer noch schlicht und einfach Matthias. Und das ist auch nicht schlecht! Ansonsten blogge ich auf „Das Film Feuilleton“ und rede mit @gafferlein in regelmäßig unregelmäßigen Abständen im Wollmilchcast über alle (un)möglichen Dinge, die sich irgendwie auf dem Nenner Film kürzen lassen.

Abseits davon mag ich ein bestimmtes Weltraummärchen sehr gerne und dementsprechend hat auch mein Vorschlag für ein potentielles Weihnachtsgeschenk mit diesem überragenden Mikrokosmos zu tun. Nach wochenlanger Recherche bin ich irgendwann durch Zufall über dieses großartige Star Wars-Origami-Buch gestolpert und wollte euch diese Entdeckung weiterempfehlen. Natürlich ohne Gewähr und so. Aber ich meine, es geht hier immerhin um die viel zu unbeachtete japanische Kunst des Papierfaltens, Star Wars-Rauschmiffe und man kann das alles sogar selbst machen! Also so richtig mit Papier, ganz ohne Laptop und Tablet. In diesem Sinne: Han shot first!

(Matthias Hopf)

Sie müssen so’n Produkt im Handel auch immer frisch halten. […]. Es wird immer weiterentwickelt, neue Inhalte, neue Geschichten, neue Produkte. Wir wechseln zum Beispiel bei Star Wars jedes Jahr das Artwork. […]. Sie dürfen ihre Produkte auch nicht länger als zwei Jahre im Handel haben. Sie müssen also permanent an den Designs arbeiten, damit das Programm frisch ist. Das ist ’ne richtige Maschinerie, die dahinter steckt.
– Marlies Rasel, The Licensing Company über Star Wars

Christian Schiffers „Zündfunk Generator“-Podcast „Masters of the Universe“ (Link führt direkt zum mp3, einen Permalink zur Episode gibt es nicht, nur die Übersicht) ist schon einen Monat alt, doch reinhören lohnt sich. In 50 Minuten schlägt er geschickt den Bogen vom wissenschaftlich-erzählerischen Blick auf die Erschaffung von Story-Universen zur geschäftlichen Seite des Ganzen und wieder zurück. Highlight sind dabei eindeutig die oben angerissenen, recht offenherzigen Äußerungen der Geschäftsführerin eines Münchner Lizenzunternehmens. Und der Boba-Fett-Song.

© Disney

Ich arbeite gerade an der Fortsetzung des Gefühlte Gemische-Posts vom Mai über prägende Filmerfahrungen und habe mich dafür in die Untiefen meiner Internetvergangenheit aufgemacht. Seit etwa 1996 hatte ich eine eigene Webseite auf dem T-Online-Webspace meiner Eltern, auf der ich alles veröffentlich habe, was mich interessiert hat – unter anderem auch einige meiner ersten Filmkritiken. Diese waren damals noch sehr stark geprägt, von dem, was ich sonst so als Filmkritik wahrgenommen habe – und das waren hauptsächlich Wertungen in Fernsehzeitschriften.

Star Wars – Episode I ist eines der großen Phänomene der Filmgeschichte. Ein Film, der mit so viel Erwartung beladen war, die Vorfreude bis zum Schluss aufrecht erhalten hat (der Original-Teaser Trailer ist ein kleines Meisterwerk), dann sehr viele Menschen sehr enttäuscht hat und trotzdem Unmengen an Geld generiert und ein multimediales Franchise von unbeschreiblichen Ausmaßen errichtet hat. Sogar einen Meta-Film hat Phantom Menace erschaffen – es gibt nicht viele Filme, die das von sich behaupten können.

Ich war 1999, mit 16 Jahren, sehr privilegiert. Ein Urlaub in den USA erlaubte es mir, den Film vor meinen Schulfreunden zu sehen, und natürlich musste ich darüber schreiben. Ich denke, meine Reaktion ist sehr typisch für die eines Teenagers der Zeit. Der Film hat mich so weggepustet und die Hypemaschine, gepaart mit dem Gefühl des besonderen Privillegs, hat dazu geführt, dass ich The Phantom Menace einfach toll finden musste. Ich hatte die „Special Edition“ in den Jahren davor im Kino gesehen und ich habe mich sehr für Science-fiction und Tricktechnik interessiert – Episode I konnte nur großartig sein.

Dass man der Kritik – insbesondere im letzten Satz – dennoch ansieht, dass der Film mich nicht auf einem tiefer gehenden Niveau befriedigt hat, wie andere Filme des Sommers, etwa The Matrix, spricht hoffentlich für mich. Wirklich auf seinen Instinkt zu hören ist eben etwas, was man als Journalist erst lernen muss – genau wie man als Kritiker lernen muss, seine eigene Stimme zu finden. Letzteres hatte ich zu diesem Zeitpunkt sicherlich auch noch nicht, stattdessen schrieb ich in einer Mischung aus Phrasen, Anspielungen und sehr naiven Beobachtungen.

Aber genug der Vorrede. Als kleiner Vorgeschmack auf „Gefühlte Gemische II“, hier ist meine Original-Kritik zu Episode 1 vom Sommer 1999.

In Deutschland läuft der Film erst in ein paar Wochen an, aber der Rummel der bereits vorher darum gemacht wurde und wird sucht seinesgleichen. Endlich ist sie da: die langerwartete Fortsetzung (Fortsetzung? Nein, Vorgeschichte) zum besten Science Fiction Epos aller Zeiten. Star Wars: Episode 1: The Phantom Menace, oder zu Deutsch: Die dunkle Bedrohung.

Ich hatte die Möglichkeit den Film zu sehen, weil ich in den USA im Urlaub war und hier folgt meine ganz persönliche Kritik:
Die Story ist allen eh schon bekannt, aber ich fasse sie trotzdem noch mal kurz zusammen, viel Inhalt darf man ja gemäss der Star Wars Tradition eh nicht erwarten. Der kleine Planet Naboo wird von den bösen Leuten der Trade Federation (das Imperium gibt es ja noch nicht) zum Unterzeichnen eines Vertrages gezwungen. Königin Amidala (Natalie Portman – verdammt, die Frau sieht gut aus!) steht allerdings noch immer dagegen an. Die Botschafter von Naboo, die Jedis Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) entkommen einer bösartigen Falle und helfen der Königin, von Naboo zu entkommen. Dabei stolpern sie über die einheimische Laberbacke Jar Jar Binks (Viele Viele Schnelle Rechner, von denen PC-User nur träumen können), der ihnen von nun an nicht mehr von der Seite weicht. Bei einer Notlandung auf Tattooine treffen die Jedis ausserdem Anakin Skywalker (Jake Lloyd). Qui-Gon spürt, dass der Junge etwas besonderes ist, und unterstützt sein waghalsiges POD-Racer Rennen gegen den Fiesling Sebulba (Noch mehr schnelle Rechner)…

Das ist nur ein Bruchteil der komplexen Beziehungen im neuen alten Star Wars Film, der von allen Kritikern verissen wurde und viele Fans enttäuschte. Auch ich war nicht gerade überwältigt, fand ihn aber nicht schlecht. Die Hauptkritikpunkte meinerseits waren:

  • Jar Jar Binks! Er verwandelt den Film zeitweise in Seamstrasse: Der Film und geht allen tierisch auf die Nerven. Seine Computeranimation ist zwar fantastisch, aber er trägt nicht umbedingt zum Star Wars Geist bei – die Welt, die alle durch die ersten Filme lieben gelernt haben.
  • Keine richtige Story. Der Film dient in erster Linie der Erklärung der alten Filme, und das merkt man. Er tut meistens wirklich nichts anderes und ist wahnsinnig vorhersehbar. Zu viel passiert durch „dumme Zufälle“.
  • Charaktere sind Abklatsche von alten Lieblingen. Jar Jar kommt nur leider nicht an Chewie heran, und auch wenn Amidala meiner Ansicht nach besser aussieht als Leia, ist die „Prinzessin in Not“ Idee doch wirklich ein bisschen alt.
  • Die Verschmelzung von Computeranimation und Film ist noch nicht überall ganz perfekt.
  • Alles sieht zu neu, glänzend und schön aus. Irgendwie hat mir das alte Star Wars Flair besser gefallen.

    Es gibt aber auch viele positive Sachen zu vermerken:

  • Charaktere mit coolen Looks. Darth Maul sieht wirklich böse aus, auch wenn er kaum auftritt. Sebulba ist genial und Amidalas Haartrachten lassen jeden Erdenfriseur erblassen. Auch Wattoo ist nicht von schlechten Eltern. Man nimmt ihm das Flattern wirklich ab.
  • Die genialsten Lichtschwertkämpfe der Weltgeschichte!
  • Das beste Rennen seit Ben Hur [*]
  • Viele Insider-Witze. So sagt Qui-Gon ganz am Anfang „I have a vey bad feeling about this!“, die einzigen Jawas im ganzen Film sagen nur ein Wort: „Uttini!“, Greedo taucht als Kind auf, Im republikanischen Rat sitzen E.T.’s, Anakin’s Musikthema zitiert aus dem Imperialen Marsch und noch einiges anderes, was ich übersehen habe.
  • Die Computereffekte sind schlicht unbeschreiblich. Noch nie ist dieses System so gut gelungen wie in Episode 1.
  • John Williams hat einen genialen Soundtrack geschrieben!

    Alles in allem ein guter bis sehr guter Film, man darf ihn nur nicht mit den alten Filmen vergleichen, denn dann ist er schlecht.

  • © Lucasfilm

    Schon in gut zwei Jahren wird J. J. Abrams‘ neue Star Wars-Episode über uns hereinbrechen. Worum es gehen wird, was passiert, darüber schweigt sich Abrams, der gerade Star Trek Into Darkness promotet, derzeit noch aus. Der Ball sei ihm gerade erst zugespielt worden, da könne man noch nicht viel über die Aufstellung erzählen.

    Auf „The Wrap“ fand sich diese Woche ein sehr interessanter Artikel, der erzählt, dass Abrams Star Trek gerne in ein „multi-platform experience that spanned television, digital entertainment and comic books“ verwandelt hatte. Daran gehindert wurde er dadurch, dass die Merchandising-Rechte des Gesamtkonstrukts Star Trek zwischen zwei Firmen, CBS (Originalserie) und Paramount (Filme), aufgeteilt sind – und beide sich schwer tun, an einem Strang zu ziehen.

    Die Konsequenz folgt natürlich auf dem Fuße:

    As for Disney’s grand „Star Wars“ plan, it’s sounding an awful lot like the one Abrams once envisioned for „Star Trek.“ There will be television properties, theme park rides and spin-off films all centered around the new trilogy that Abrams will oversee.

    Ambivalente Gefühle

    Sascha hat die ambivalenten Gefühle bereits aufgeschrieben, die sich in einem reflektierten Fan ausbreiten, wenn er daran denkt, in spätestens zwei Jahren auf allen Kanälen permanent mit Star Wars bombardiert zu werden. Ein Film pro Jahr, Spin-Offs, Comics, Fernsehen und und und. Ein Flächenbrand enormen Ausmaßes und ohne absehbares Ende.

    Das Marvel Cinematic Universe, ebenfalls bei Disney, funktioniert im Grunde ähnlich und wird an dieser Stelle von mir immer wieder gefeiert. Zwei Filme pro Jahr, eine Fernsehserie, Comics, Spielzeug und Merchandising sowieso. Ein Musterbeispiel an transmedialem Storytelling. Auch Lord of the Rings und jetzt der Hobbit fahren einen Film pro Jahr auf, mit jeder Menge Brimborium drumherum. Doch irgendwie fühlt sich das Ganze trotzdem anders an.

    Eine andere Tradition

    Vielleicht liegt es daran, das Star Wars aus einer anderen Tradition stammt. Klar, George Lucas hat das moderne Merchandising quasi erfunden. Dank des Extended Universe (in dem ich mich persönlich nicht auskenne) gab es nie einen Mangel an Star Wars-Manna, wenn man welches brauchte. Aber eigentlich bedeutet das Star Wars-Modell doch: Ein Film – und dann wieder drei Jahre warten. Das war bei den Originalfilmen so (die ich im Kino natürlich nicht erlebt habe) und bei den Prequels auch: Man hatte drei Jahre Zeit, The Phantom Menace zu verdauen. Und als Attack of the Clones kam, hatte man fast schon wieder vergessen, wie enttäuschend der Film war. Oder man hatte genug Zeit gehabt, ihn sich schönzugucken. Und ist wieder ins Kino.

    Diese Tradition wird Abrams jetzt wohl durchbrechen und es wird interessant sein, zu sehen, ob Star Wars damit zu einem anderen Biest wird. Star Wars Mk. 1 waren drei kanonische Filme und ein Haufen Spielzeug. Star Wars Mk. 2 waren sechs kanonische Filme, eine Fernsehserie („The Clone Wars“) und ein Haufen Spielzeug. Wird Star Wars Mk. 3 ein Sperrfeuer aus Medien, die alle gemeinsam eine epische Geschichte erzählen, oder werden die „Episoden“ weiterhin einen so herausragenden Status genießen?

    Das Event als Dauerzustand

    Das vormalige Event wird jedenfalls zum Dauerzustand – was natürlich aus Marketingsicht einen ganzen Haufen Sinn ergibt. In seiner viel beachteten Rede auf dem San Francisco Film Festival hat Steven Soderbergh erst vor kurzem auf das absurde Diktat des Marketings hingewiesen, das inzwischen in Hollywood herrscht. Es kostet so viel Geld, einen einzigen Film ins Kino zu bringen, dass es mehr Sinn ergibt, auf wenige gigantische Dampfwalzen zu setzen, als auf viele kleine Menschen mit Sprengstoff, um einen Block zu sprengen, sozusagen.

    $10 million movie, 60 million to promote it, that’s 70, so you’ve got to gross 140 to get out. Now you’ve got $100 million movie, you’re going spend 60 to promote it. You’ve got to get 320 to get out. How many $10 million movies make 140 million dollars? Not many. How many $100 million movies make 320? A pretty good number, and there’s this sort of domino effect that happens too. Bigger home video sales, bigger TV sales, so you can see the forces that are sort of draining in one direction in the business.

    Es dürfte einige Millionen sparen, wenn man nicht alle drei Jahre wieder neue Aufmerksamkeit für ein Franchise herbeitrommeln muss, sondern sich einfach in die noch relativ frische Erinnerung der Zuschauer einklinkt – die schließlich erst vor einem halben Jahr die DVD gekauft haben, während ihre Kinder sowieso die ganze Zeit die Story zwischen den Episoden in Comics und Videospielen erleben.

    Pixarifikation und Inzest

    Auch mein Lieblingsregisseur Danny Boyle hat sich vor kurzem zum Zustand der Filmindustrie geäußert und (wohl zurecht) ihre „Pixarifikation“ beklagt. Die angesprochenen Veränderungen in Distribution und globaler Kinolandschaft haben dazu geführt, dass große Filme ein möglichst breites Publikum ansprechen müssen, um überhaupt Geld zu machen. Falls also jemand darauf hofft, dass Abrams‘ Star Wars in irgendeiner Form „erwachsener“ wird als Lucas‘ Prequels, sollte sie die Hoffnung lieber ziemlich zurückschrauben.

    Sie ist nach wie vor absurd, diese Geschichte, und doch wahrscheinlich irgendwie das, was immer passiert: Der Film, der alle Regeln brach, ist selbst zur Blaupause für eine ganze Industrie geworden. Und wie beim Ergebnis von mehreren Generationen Inzest besteht für jedes neue Kind die Gefahr einer schrecklichen Missbildung. Als Medienbeobachter ist es faszinierend, dabei zuzusehen. Als Fan kann man wohl nur der Macht vertrauen, dass noch genug neues Genmaterial im Universum vorhanden ist, um auch einen Flächenbrand lebendig zu halten.

    (hat tip: Max)

    startrek

    2009. J. J. Abrams directs Star Trek, a Reboot of the original „Star Trek“-Franchise.


    super8

    2011. J. J. Abrams directs Super 8, produced by Steven Spielberg’s company Amblin, which allows Abrams, as he points out in Interviews to „share DNA“ of earlier Amblin movies like E. T. – The Extra Terrestial.


    Star-Wars-Abrams-Logo

    2013. (January) J. J. Abrams is officially confirmed as the director of Star Wars: Episode VII.


    startreket

    2013. (May) The Abrams-directed Star Trek Into Darkness features a post-credit sequence, in which James Kirk returns to his quarters to find E.T. sitting at his desk. He is pointing a glowing finger at the Captain and says: „Mr. Kirk, you’ve just become part of a bigger universe.“


    etstarwars

    2015. Star Trek: Episode VII features a longish subplot about a kid on Tattooine making friends with a gnarly outcast from the galactic senate, who has moved into Ben Kenobi’s old cabin.


    spaceavangers

    2017. SPACE AVENGERS


    Based on an idea by Carsten / images: Paramount Pictures (3), Lucasfilm (1), Disney (1)

    Disney hat Lucasfilm für 4 Milliarden Dollar gekauft und die Welt steht Kopf. Okay, vielleicht nicht die Welt, aber zumindest meine Twitter- und Facebook-Timeline. Einige gute Witze und einige Entsetzensschreie waren dabei, die ausführlicheren Analysen werden sicher im Laufe des Tages eintrudeln – das Feld überlasse ich gerne den Experten. Doch für diejenigen, die ihre Kindheit nun endgültig im Müllschlucker verschwinden sehen, hier drei Dinge, die mir gestern abend im Kopf herumschwirrten:

    1. Disney und Lucasfilm waren sich immer schon sehr nah

    Dieser Kauf kommt nicht aus dem Nichts. Wer das glaubt, war zum Beispiel noch nie in einem Disney-Themenpark, wo die „Star Tours“-Attraktion schon seit Jahrzehnten zur festen Ausstattung gehört. Crossovers von Star-Wars-Charakteren mit Disney-Charakteren sind ein alter Hut. Aber auch inhaltlich standen sich die beiden Firmen immer schon nahe. Man sollte bei allem Fandom nicht vergessen, dass Star Wars im Grunde auch nur ein Märchen ist, dass George Lucas modernes Merchandising quasi erfunden hat und dass Disney doch wahrscheinlich nichts ruinieren kann, was die Prequels nicht schon längst in die Lavagruben von Mustafar geschüttet haben.

    2. Disney ist mehr als Mickey Mouse

    Es ist Unsinn, den Disney-Konzern auf niedliche Cartoons und eine zuckersüße Weltsicht zu reduzieren. Sicher, er hat im letzten Jahrzehnt solche Abscheulichkeiten wie High School Musical und Hannah Montana hervorgebracht und sein Kerngeschäft ist nach wie vor Familienunterhaltung, die nicht gerade für ihre Edginess berühmt ist. Aber Disney hat in den vergangenen Jahrzehnten auch Pixar groß gemacht und Filme wie Pirates of the Caribbean produziert. Und was sie Marvel ermöglichen konnten, seit sie den Verlag gekauft haben, kulminierend in den fantastischen Avengers, sucht Seinesgleichen. Natürlich sind sie ein gieriger Großkonzern, aber ihre kreative Seite ist nach wie vor bemerkenswert.

    3. Sie haben die Chance, es diesmal richtig zu machen

    Bis 2015 soll Star Wars: Episode VII entstehen, was vielen Leuten Angst einjagt. Doch: George Lucas wird nur noch als „Creative Consultant“ mit an Bord sein, nachdem er gerade noch eine Steißgeburt wie Detours auf den Weg gebracht hat. Dieses Ergebnis sollte uns doch eher Hoffnung machen, dass jetzt alles gut wird. Lucas, visionäres Genie aber schrecklicher Drehbuchautor und Regisseur, wird endlich vom Thron gestoßen und überlässt denjenigen die Zügel, die Star Wars wirklich zu schätzen wissen. Ob mit Disney im Rücken oder nicht, es bietet sich nun die einmalige Chance, die Schmach der Episoden I-III auf der Kinoleinwand wiedergutzumachen. Und das sollte doch ein Grund zum Feiern sein.

    When the first trailer for The Avengers hit the net on Tuesday, I tweeted something which has been on my mind for a few days now: I haven’t been this excited about a film and followed every step of its development since The Lord of the Rings, ten years ago. My exclamation met with incredulity from my fellow film buff friend Carsten: „I don’t get it“, he wrote. „Looks totally generic.“ And I couldn’t help but tell him, he’s right.

    Others have already voiced their skepticism about Marvel’s big project. „Wired“ author Erin Biba tweeted „So I guess The Avengers is just gonna be Iron Man 3 then“, and „Cinemablend“ made an excellent list of 5 Reasons The Avengers Trailer Was Kind Of A Letdown: nothing new, no character dynamics, not enough characters, terrible music and the best reason: „It just didn’t make The Avengers seem as special as it is.“

    Want to watch the trailer again? Here it is.

    I think „Cinemablend“’s last reason is key here, and it ties in with Erin’s Tweet. If The Avengers will really only be a sort of Tony Stark show with a couple of other guys in the background, then it will become another generic comic book movie, maybe even a comic book movie that suffers from the extra plot stuffed in for franchise reasons like Iron Man 2. And the trailer doesn’t do much to ward off that sentiment.

    Nevermind that the movie turned out to be terrible, but do you remember the first teaser trailer for The Phantom Menace? It did have that „Every saga has a beginning …“-feel to it. It had Anakin Skywalker meeting Obi-Wan for the first time, it had the moment where Darth Maul unveils his double-bladed lightsaber. It definitely got me excited. The first teaser for The Fellowship of the Ring said „It wasn’t until now that the legend could finally come to life!“ – even more excitement there. The Avengers trailer doesn’t even say „Avengers assemble!“. The teaser at the end of Captain America did a much better job at making this exceptional movie project actually look exceptional (not least because of the „Some Assembly Required“ tagline).

    The question stands: Will The Avengers, the movie itself, not the effort that went into building up the project, actually be exceptional? Something the trailer pulled into question for me is: Does Marvel see this film as a culmination? A finale of sorts to the five movies that preceded it? Or will it be just a continuation of the universe they are building? If people keep expecting the former and the movie turns out to be the latter, with too many loose ends, not at least some sense of closure and no general feeling of Big Momentness – it will definitely disappoint a lot of people.

    I don’t read comic books continually and generally haven’t followed any periodical narrative regularly for some time now (I only watch tv series on DVD sets), but what Marvel has been trying to do with the building of their universe and the creation of their franchises is basically to import comic book narrative mechanics into the movie world. The first Avengers book was a decisive narrative moment in time, because it brought together heroes that hadn’t worked together before, but it was no culmination, it was a beginning – and it ultimately did feel quite generic to me when I caught up with reading it recently. In one of the last panels, one of the characters says something to the effect of „A team of superheroes, huh? We could give it a try.“ Not really very momentous.

    If Joss Whedon knows what he’s doing, like I hope he does, he will not make this look like Iron Man, Hulk, Thor, Cap and the rest of them are merely giving it a try. He will make this The Moment We’ve All Been Waiting For(tm), when the heroes of five movies finally assemble. And then, The Avengers will be exceptional – and not as generic as its first trailer.

    I saw this a the Museum of the Moving Image in New York. The kind of stuff that got produced in the early days of Star Wars merchandising will probably never cease to amaze me.

    You probably need an adult (dirty) mind to think dirty about this but I don’t want to be parent to the kid who shouts: „Look, Daddy, C3PO has sticky white stuff coming out between his legs!“ The „look“ on Threepio’s face, however, is what makes this really priceless.

    The sentence „sound is half the picture“ is usually attributed to George Lucas. It seems fitting, then, that one of the most beautiful books about the oft-forgotten topic of sound design has now been released about Lucas’s Star Wars saga. What makes „The Sounds of Star Wars“ by J. W. Rinzler so beautiful is, first of all, the fact that it is more than a book. Attached to its spine is a sound module containing 256 sonic examples from the original library of the film series, every one of which can be selected and played individually. Coming from the built-in speakers they can sound a bit tinny at times. However, a headphone jack allows the listener to hear the wide selection of sounds – everything from R2D2 beeping to the star destroyers thundering past – in high fidelity as well.

    But even without this gadget, „The Sounds of Star Wars“ would be an outstanding book for everyone interested in film production. Every one of the six feature films and the TV series „The Clone Wars“ is treated to an introduction spanning several pages and featuering many production photographs that mostly explain the modus operandi of sound designer Ben Burtt, who, together with Walter Murch, is one of those people who made the stitch perfect tailoring of sounds to moving images an art form in itself. The introductions are followed by descriptions of the secrets behind every sound in the module, bears for Chewbacca’s voice acting and a scuba mask for Darth Vader’s breathing. A more thorough spotlight is given to the saga’s most iconic scenes.

    The book is clearly and fortunately directed at interested laymen. Processes of recording and mixing are not skipped over for fear of being too difficult to understand, but the descriptions also don’t drift off into technical gibberish.

    This last sentence cannot be confirmed for the second large format book about the acoustics of big film sagas from the last few months, but that’s not necessarily a drawback. Doug Adams’s „The Music of the Lord of the Rings Films“ excels through its detailed insight into the notes and thought process of composer Howard Shore. Those who want to comprehend them should be able to read music and ideally have a piano next to their reading armchair. A rudimentary knowledge of musical theory is an advantage as well, despite the fact that Adams has packed his most theoretical analyses into special sections.

    Once you accept the fact that you are dealing with a musicology book, „The Music“ is a real treasure trove for fans of Peter Jackson’s trilogy. Adams first discusses every one of the over 90 musical motifs of Shore’s monumental composition on its own, before devoting three Chapters to what he calls an „annotated score“, basically a running commentary for each musical cue in the extended trilogy. It’s worth watching the films again with the book in your lap to discover them all over again.

    Previously unreleased photographs, a chronicle of the recording process, the full lyrics of all vocal pieces (with translations into English) and a CD full of musical rarities – containing unused alternative versions as well as MIDI demoes of several cues – round off the package.

    There is only one weakness to the book. I really missed a key explaining how the score’s cues correspond to the tracks on the three soundtrack albums, which differ significantly from each other. Adams probably suspected that a true fan would of course own the „Complete Recordings“ box sets anyway.

    J. W. Rinzler: The Sounds of Star Wars. Foreword by Ben Burtt. Chronicle Books, 304 S. $60,00.

    Doug Adams: The Music of The Lord of the Rings Films. A Comprehensive Account of Howard Shore’s Scores. Carpentier, 401 S. $59,95.

    A German version of this review appeared in the magazine epd film 5/11

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